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Nikolauslauf Tübingen – 04.12.2011

Am 04.12.2011 war es wieder soweit, der Nikolauslauf in
Tübingen
lang an. Nachdem ich im Matsch und Schnee vergangenes Jahr mein Debüt
bei Nikolauslauf gleich unter erschwerten Bedingungen erlebt hatte, war das
Wetter dieses Jahr nahezu perfekt. Das Thermometer zeigte am Sonntagmorgen um
kurz vor 10 Uhr nahezu perfekte 8 Grad und es nieselte ab und an leicht, was
aber nicht weiter stören sollte……..

Der Nikolauslauf in Tübingen führt überwiegend durch
bewaldetes Gebiet. Wer Wert auf viele Zuschauer entlang der Strecke legt, ist hier fehl am Platz. Es gibt
lediglich 3 Punkte an denen relativ viele Zuschauer die Läufer anfeuern und
Stimmung machen. Aber wer gerne an einem leicht profilierten, etwas anspruchsvolleren
Halbmarathon in der Natur teilnehmen möchte, ist hier genau richtig.

Ein konkretes Ziel hatte ich eigentlich nicht. Da ich seit
meinem erfolgreich absolvierten Marathon Ende Oktober das Training nahezu ausgesetzt
hatte, bzw. nur 2 mal die Woche gelaufen bin, hatte ich auch keine großen
Ambitionen. Ich wollte lediglich meine Zeit von 2:06 Stunden aus dem Vorjahr
etwas verbessern und den Lauf genießen.

Wobei, ob man einen Halbmarathon genießen kann?? Ich weiß es
nicht … Ich will für mich immer das beste Ergebnis rausholen, was den
Laufgenuss zwischendurch etwas einschränkt. Aber die Ankunft im Ziel und der
Stolz auf die erbrachte Leistung entschädigt dann doch immer für die ganze Quälerei
auf der Strecke.

So ging es um 10 Uhr Pünktlich los. Ich hatte
mich,
fatalerweise, in den 3. Und somit letzte Startblock eingereiht. Dies
stellte sich als ein fataler Fehler heraus. Langsam aber stetig Trabte
ich der Meute
hinterher, die Gefahr zu überpacen bestand auf den ersten 6 Kilometern
auf
keinen Fall. Ich lief in einer gemütlichen 5:45 bis 6:10 im Feld mit.

Ich dachte schon, wenn sich das Feld nicht irgendwann
auseinander zieht und ich die Gelegenheit zum überholen habe, wird das ein
gemütlicher 21 km Trainingslauf.

Ab Kilometer 6 jedoch lichtet sich das Feld und ich hatte
die Möglichkeit mein eigenes Tempo zu laufen.

Das ständige Auf und Ab der Streckenführung sorgt ohnehin
dafür, dass es nahezu unmöglich ist, ein gleichmäßiges Tempo zu laufen. Nach Beendigung
der ersten Runde, war ich mir noch unsicher, ob ich mein minimalziel von einer
Zeitverbesserung schaffen werde oder nicht.

Aber da Aufgeben ohnehin nicht in Frage kam, hieß es einfach
auf der 2. Runde, die ohnehin 4km länger ist, ein bisschen mehr Gas geben. Zu Beginn
der 2. Runde ging es über einen schmalen, mit Wurzeln und Steinen bestückten
Weg erst mal konstant abwärts bis ca. KM 11.

Leider hing ich genau in dieser Passage wieder in einer
Gruppe fest, die nicht unbedingt in meinem Wohlfühltempo unterwegs war. Somit
hieß es eben Kräfte sparen die ich dann ab KM 11 für die ständig leichter oder
stärker ansteigende Strecke gut gebrauchen konnte.

Erstaunlicherweise verlief dieser Streckenabschnitt sehr gut. Auch wenn sich zwischendurch immer
und immer wieder der „innere Schweinhund“ meldet und mich fragt: „Warum tust du
dir das überhaupt an“. Aber wäre das nicht, würde ja auch etwas fehlen.

„Wenn man nicht kämpfen müsste, könnte es ja jeder“, sag ich
mir immer um mich aufzumuntern. Leichter Nieselregen und etwas stärker
Seitenwind begleitete mich dann auf den letzten 5 km bis ins Ziel, was ich aber
eher als angenehm empfunden habe.

Die Stimmung im Zielbereich war super, mit 1:54 Stunde bin
ich dann doch noch mit einer für mich ordentlicher Zeit eingelaufen.Im Zielbereich gab es dann Tee, Ultra
Refresher und Hefezopf.

Alles in allem war es wieder eine schöne und gelungen
Veranstaltung, die im Rückblick wieder viel Spaß gemacht hat. Es war wieder ein
gelungen Abschluss des Laufjahres 2011 und es stimmt mich zuversichtlich dass
es 2012 auch wieder so werden wird.

Autor:

Ich bin Andy, seit einigen Jahren ist Trailrunning meiner Leidenschaft. Dabei stehen nicht die Wettkämpfe und Platzierungen im Vordergrund. Mein Traum ist es, Orte auf der ganzen Welt zu erlaufen, je abgelegener desto besser. Das Erlebnis, einen Ort zu Fuß zu erreichen und dabei auch mal die eigenen Grenzen zu verschieben, ist so einmalig, dass ich es niemals wieder missen möchte. Gerne berichte ich euch von diesen Abenteuern und nehme euch mit in die Welt der Trails. "Design your life or your life designs you!"

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