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Highland Trails 12.08. – 17.08. 2013

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Lange schon habe ich mich auf diesen Tag gefreut… endlich ist es soweit, ich stehe am Flughafen in Glasgow. Highland Trails ich komme…..

Am Flughafen werde ich von Carmel und Till von Sommerkind Trail Running abgeholt… ich freu mich die beiden nach langer Zeit mal wieder zu sehen ;-)
Auf geht’s, es liegen 5 Stunden Autofahrt von Glasgow nach Portree vor uns. Aber die Vorfreude auf die Trails in den nächsten Tagen und die imposante Kulisse, sorgen dafür, dass die Zeit wie im Flug vergeht.

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In Portee übernachten wir in einem B&B, etwas außerhalb gelegen. Beim Abendessen erklärt uns Till die Strecke, die wir am nächsten Tag vor uns haben. Die Vorfreude ist natürlich riesig.
So geht es am Dienstagmorgen, nach einem schönen British Breakfast, zuerst mit dem Auto nach Flodigary, wo die erste Etappe startet. Raus aus dem Auto und sofort auf den Trail. Die erste Etappe ca. 27 km und 1500 Hm war für mein Empfinden die schönste der ganzen Tour, wobei sich die Etappen nicht unweigerlich auch vergleichen lassen.

Das Wetter am heutige Tag war perfekt… kein Regen (von kleinen Tröpfchen mal abgesehen). Somit wartet ein wunderschönes Naturerlebnis mit ständigem Auf und Ab auf uns. Wir laufen auf einem langem Kammpfad entlang bis zum „Old Man of Storr“, einer bekannten Felsformation auf der Isle of Sky. Ich bin total fasziniert von der grünen Landschaft, den tollen Ausblicken und der Ruhe. Laufen, abschalten weit ab von Menschenmassen. Das Picknick machen wir auf halber Strecke. Carmel hat mega geniale Lunch Pakete für uns gezaubert, bei denen keine Wünsche mehr offen bleiben. Den Schluss der Etappe ziert ein schöner Downhill nach Storr. Hier treffen wir dann wieder auf Menschen, die zum „alten Mann“ rauf wandern, während wir den Downhill genießen.

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Mit dem Auto geht’s zurück nach Portree, diese Nacht werden wir in einem Hotel verbringen. Doch bevor es ins Bett geht, wird natürlich landestypisch gegessen. Den Abend lassen wir, wie am Tag zuvor auch schon, im örtlichen Pub bei Livemusik und dem einen oder anderen Bier ausklingen.

Am Mittwoch gings dann, nach dem typischen Frühstück (Rührei, Pilze, Tomate, Bohnen, Speck……) mit dem Auto nach Storr, dem Zielort von gestern. Dort starten wir auf die längste der 4 Etappen, allerdings haben wir heute weitaus weniger Höhenmeter vor uns. Heute durchlaufen wir eine Moorlandschaft, es dauert keine 2 km bis wir mit den Füßen komplett im Matsch stehen. Gleich mal vorne weg, die nassen Füße werden von nun an unser ständiger Begleiter sein. Nach ca 13km Matschtrails vom feinsten erreichen wir Portree. Nun dürfen wir unseren Übernachtungsort der ersten 2 Tage durchlaufen und können uns auch gleichzeitig von hier verabschieden. Zurück werden wir, zumindest während dieser Tour, nicht mehr kommen. Bei km 17 gibt es heute ein Picknick…. Nein keine Lunchbox, sondern ein richtiges Picknick, das Carmel außerhalb von Portree für uns gezaubert hat. Perfekt organisiert, der Slogan „Sie laufen, wir kümmern uns um den Rest“ trifft zu 1000% zu. Gestärkt geht es weiter, kein Trail sondern eine abgelegen Straße lang. Ca 15 km auf und ab, das zehrt schon an den Kräften aber in der Gruppe macht es natürlich Spaß. Die letzten km der Etappe nach Sligachan führen uns über einen super schönen Trail am Loch Sligachan entlang, bis kurz vor das Hotel. Auf diesen letzten 4 km bekommen wir den ersten Vorgeschmack auf die schottische Wetterbedingung. Es fängt an zu Regnen, oder besser zu schütten. Aber das kann die Trailfreude nicht im Geringsten trüben. Außerdem werden wir noch durch einen wunderschönen Regenbogen entschädigt.

Duschen, umziehen und Abendessen stand auf dem Plan. Danach gab es noch einen Videoabend mit dem Film „Heaven an Hell“, eine Doku über den Transalpin Run.

Am Donnerstag gings dann direkt vom Hotel aus auf den Trail. Das Wetter heute? Naja man könnte es mit „Nass“ beschreiben. Diese trifft auf die komplette Etappe zu. Nass von oben in Form von Regen und nass von unten in Form von Bach -und Flußquerungen die wir auf den ca 20 km vor uns hatten. Zuerst verlief die Strecke auf schmalen Pfaden, die sich aber durch den Regen eher zum Bach entwickelten. Dann führte uns der Weg an wunderschönen Buchten und Felsen entlang bis nach Elgol. Zwar hatten wir mit dem Wetter heute kein Glück, aber ich denke das gehört einfach dazu wenn man sich für einen Sport in der Natur entschieden hat. Spaß hat es auf alle Fälle gemacht!

In Elgol wartete Cramel mit dem Auto und unseren Wechselkleidern schon auf uns. Vom Regen keine Spur mehr. Wieder perfektes Wetter. Auf dem Weg zum B&B halten wir noch an und gönnen uns unterwegs Kaffee und leckeren Kuchen. Als wir in Broadford im B&B ankommen, bekommen wir von der Besitzerin auch gleich Kaffee und Kuchen angeboten. Also verhungern war wirklich nicht möglich. Nach dem Abendessen gab es heute nochmal eine Video Session, ein Film von Salomon haben wir uns heute angeschaut und haben uns von den Trail Profis für die letzte Etappe nochmal so richtig motivieren lassen.

So leider ist es schon Freitag, das heißt heute laufen wir schon die letzte Etappe der Tour. Frühstück, wie immer deftig, dann ging es mit dem Auto nach Torrin, wo die heutige Etappe startete. Heut waren es nur lockere 15 km, mit ein paar Höhenmeter, ganz gemütlich zum ausklingen. Nach 2 Stunden haben wir unser Ziel Broadford zu Fuß erreicht und damit liegen 94 km und 3400 Hm hinter uns. Auf halber Strecke ist uns Carmel entgegen gelaufen. So konnten wir die letzten 6 km, alle zusammen auf den Trails verbringen. Einfach herrlich.

Unser letztes B&B war ein Haus aus den Jahr 17xx. Es war echt faszinierend, jeden Tag ein anderes Ambiente vorzufinden. Diese vielen unterschiedlichen Eindrücke der kompletten Tour sind wirklich einzigartig und die Organisation durch Carmel und Till ist einfach gigantisch.

Wir haben uns dann am letzten Tag noch das „Highlander Schloß“ angeschaut. Jedoch das absolute Highlite an diesem Abend war das kleine Städtchen in dem wir zu Abend gegessen haben. Sehr abseits gelegen, versprühte dieser kleine Ort den Charme, den man in der Regel aus Märchen kennt. Ein kleiner Fischerhafen, eine schöne Bucht im Hintergrund. Einfach malerisch.

Dort haben wir in einem Fischrestaurant lecker gegessen. Das war der perfekte Abschluss für diese geniale Tour.

Das Fazit der Tour lässt sich kaum in Worte fassen. Ich bin begeistert von den Trails, der tollen Landschaft, dem Ambiente, der Ruhe und der Mentalität.

Aber das größte Kompliment geht an Carmel und Till von Sommerkind Trail Running Tours. Ich habt diese Tour so toll organsiert, vom Transfer über die Auswahl der Strecke, die Unterkünfte bis hin zur Verpflegung war es einmalig und mehr als nur genial.

Als Fazit kann ich nur sagen, ich werde bestimmt wieder einmal nach Schottland kommen, hier ist es wirklich sehr schön und ich werde bestimmt wieder eine Tour mit Sommerkind machen, denn perfekter kann man ein solches Event nicht organisieren!!!!

Mehr Infos zu den Touren von Sommerkind findet ihr unter http://www.trailrunning-tours.com

Autor:

Ich bin Andy, seit einigen Jahren ist Trailrunning meiner Leidenschaft. Dabei stehen nicht die Wettkämpfe und Platzierungen im Vordergrund. Mein Traum ist es, Orte auf der ganzen Welt zu erlaufen, je abgelegener desto besser. Das Erlebnis, einen Ort zu Fuß zu erreichen und dabei auch mal die eigenen Grenzen zu verschieben, ist so einmalig, dass ich es niemals wieder missen möchte. Gerne berichte ich euch von diesen Abenteuern und nehme euch mit in die Welt der Trails. "Design your life or your life designs you!"

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