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Getting Tough The Race – oder die Suche nach dem Laufkumpan

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Eine Woche vorher kurzerhand von Andy den Startplatz übernommen und am 6.12. Freitag Abends mit Robert auf den Weg nach Rudolstadt gemacht.
Nach gefühlt nie enden wollender Fahrt, kamen wir gegen 20:30 in unserer Unterkunft im
Injoy Fitness an. Schnell einen Schlafplatz ergattert, Schlafsack und Isomatte ausgebreitet und
dann ab zum Griechen, Grundlagen für den nächsten Tag legen, Ouzo inkl.
Danach hatten wir die nötige Bettschwere und suchten unser Nachtlager auf.
Am Samstag morgen, mehr oder weniger ausgeschlafen, stärkten wir uns am reichlich
aufgetischten Frühstücksbuffet, schlüpften in unsere Zwiebellook ähnliche Laufkluft,
packten die Beutel mit Duschsachen und Wechselklamotten und fuhren Richtung Start.

Dort angekommen hieß es erstmal Startunterlagen abholen, Transponder ans Bein und mit Klebeband fixieren. Im warmen Zelt tummelte sich schon die bunte Schar an „Bekloppten“
(ein kleines muss, sonst geht man nicht hi )
Teilweise nett verkleidet, teilweise auch eher Fragwürdig mit kurzer Hose und nur einer Fliege um den Hals bei Temperaturen um die 0°C und Schneegraupel.

Pünktlich um 9:30 ging es los, das „Spektakel“. Das große Einlaufen, begleitet von Dudelsack
Klängen und angeführt von Mr. Mouse und den Chef-Orgas liefen alle gesammelt zur großen Wiese, dem Startbereich. Breit nebeneinander aufgereiht warteten wir mit den andern Startern auf den Startschuss. Tieffliegende Flugzeuge, farbiger Nebel und da war er, der Startschuss…

Kurz nach dem Start trennten sich Roberts und meine Wege (wie sich später rausstellte für etwas länger als geplant). Unter den Bändern ging es hindurch, ab in den ersten Wassergraben. Wer hatte behauptet das Wasser geht bis zum Knie??? Ich stand hüfthoch im a….kalten Wasser, von den anderen herausgezogen und ab in den Zweiten Graben… wieder raus, gleiches Spiel. Triefnass lief die Meute Richtung Saale, zur Brücke. Aber drüber kann ja jeder, wir wateten unten durch. Ab gings zum nächsten Hindernis, Wiesenhügel bzw. bei mir am Feldende eher Schlammpoporutschen. Kurz danach dann Reifenschleppen und einen schier nicht enden wollenden Matschweg durch den Wald.
Dort angekommen fix durchs Gepäckfach vom Reisebus gerutscht, durch die Gitterboxen
gekraxelt und gefühlt den ganzen ewigen Weg durch den Wald und wieder Richtung
Ziel zurück.

Nach Sandsack schleifen, über Feuergräben springen, durch Betonröhren robben und dann ab zum Freibad. Ihr habt richtig gehört, Freibad!!
Gefüllt mit 4° kaltem Wasser und bestückt mit Baumstämmen…
Darunter durch hieß es dann (Danke an die freundlichen Rettungstaucher die ein bissl Hilfestellung geleistet haben!) Patschnass am anderen Beckenrand rausgekrabbelt, in die Rettungsdecke gewickelt ging es ab ins Beachfeld. Durchrobben… (Ich kann jetzt nachfühlen wie sich ein paniertes Schnitzel fühlt ).

Danach gings über eine Holzpyramide, durch eine Nebelwand und das ein oder andere Hindernis Richtung Ziel.

Sie hatten uns nicht zu viel versprochen, das Ziel vor Augen war man lange noch nicht dort.
Es wartete ein riesiger Hindernisparcours…Betonbrückenbauteile (teils gespickt mit Kieselsteinen…. (Nächstes Jahr def. Mit Knieschonern), Strohballen, Reifenstapel, Kletternetze, glatte Holzwände, Panzer… alles was das Herz begehrt.
Glücklicherweise gab es sehr nette und hilfsbereite Hindernisposten die mir über das ein oder andere Hindernis halfen (Vielen Dank an dieser Stelle!!!).
Durch die letzte Betonröhre gekrochen und dann war es geschafft, glücklich und erschöpft
nach über 5 Stunden stand ich patschnass im Ziel.
Schnell die Medaille umgehängt, rein in die Rettungsdecke und ab unter die warme Dusche…

…. dachte ich……

Ab ins Zelt zum vereinbarten Treffpunkt zu Robert. Doch wo war Robert????
Nicht im Zelt, nicht am Auto (war auch abgeschlossen und Robert hatte den Schlüssel),
nicht im Sanizelt und auch sonst nirgends zu finden
Am Anfang eher genervt machte ich mir doch so langsam Sorgen. Das Ziel war bereits geschlossen und auch sonst war nicht mehr viel los.
Ausrufen hatte ich ihn auch schon lassen…doch keine Spur!

Immer noch patschnass suchte ich Hilfe bei der Orga. Melli organisierte mir Uwe der mich
Glücklicherweise ins Injoy fuhr. Erstmal die nassen Klamotten vom Leib, ein Handtuch
erbettelt (war ja im Auto) und ab unter die Dusche.
Letztendlich war auch egal dass nur noch kalt Wasser kam…
Warm eingepackt und Nummern mit Uwe getauscht hieß es dann warten.
Dann kam der erlösende Anruf, Robert war im Krankenhaus, Schulter ausgekugelt!!
Taxi bestellt, wieder abbestellt, Roberts Tasche geschnappt und mit Sandra & Ralf nach Saalfeld ins KKH gefahren. Robert ging es leider nach der Narkose gar nicht gut,
und so mussten wir die Visite am nächsten Tag abwarten ob er wieder mit nach Hause durfte oder nicht. Um 9:00 kurz nach dem Frühstück klingelte dann mein Handy, mir geht’s gut du kannst mich abholen hieß es.

Puh, schnell ins Auto, Robert einsammeln und wieder ab nach Hause!

An dieser Stelle vielen Lieben Dank an Melli und Uwe, das Injoy Team und vor allem
an Sandra & Ralf für das Fahren und die nette Gesellschaft am Abend und Morgen
(Feuerwerk gucken, Essen gehen…)!!
Wir sehen uns beim Braveheart und all die anderen 2014 bei Getting Tough,
Robert und ich sind nämlich beider schonwieder angemeldet

Geschrieben von Heike

Autor:

Ich bin Andy, seit einigen Jahren ist Trailrunning meiner Leidenschaft. Dabei stehen nicht die Wettkämpfe und Platzierungen im Vordergrund. Mein Traum ist es, Orte auf der ganzen Welt zu erlaufen, je abgelegener desto besser. Das Erlebnis, einen Ort zu Fuß zu erreichen und dabei auch mal die eigenen Grenzen zu verschieben, ist so einmalig, dass ich es niemals wieder missen möchte. Gerne berichte ich euch von diesen Abenteuern und nehme euch mit in die Welt der Trails. "Design your life or your life designs you!"

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