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Deutsche Post Bonn Marathon 2012

Warum tust du dir das an?

Ja das habe ich mich auch gefragt, als ich beim diesjährigen Bonn
Marathon bei KM 36 mit schmerzenden Beinen und total kraftlos vor mich
hin trabe…..

Als ich dann soweit bin und gerade mit gehen anfangen möchte, ermutigt mich ein Mitläufer, der gefühlt 20 Jahre älter ist als ich, mit den Worten
“auf komm Junge, es ist nicht mehr als ein lockerer Abendlauf”… Recht hat er, aber bei nem lockerem Abendlauf habe ich nicht schon 36 Km in den Beinen,
denke ich so insgeheim und versuche trotzdem mit meinem “Antreiber” Schritt zu halten.

Doch zurück an den Anfang…

Wir schreiben den 22.04.2012. Das 82erBank Team ist mal wieder fast komplett zum Bonn Marathon angereist…es ist kaum zu glauben, keiner von uns ist
krank, erkältet oder sonst irgendwie eingeschränkt, so dass wir dieses Mal alle an den Start gehen können.

Heike, Lissy und Robert sind für den Halbmarathon gemeldet, ich selbst will im Rahmen meiner Biel Vorbereitung die Marathondistanz in Angriff nehmen.
Es ist faszinierend wieviele Läufer hier am Start sind. Da der Habmarathon um 09:00 und der Marathon erst um 10:30 gestartet wird, habe ich genug Zeit mir das Treiben
vor Ort anzusehen.

Rekordbeteiligung, so stand es im Internet. Wenn man sich die HM Startblöcke anschaut, dann glaubt man das auch tatsächlich. Dichtes Gedränge an den Eingängen zu den Startblöcken,
an den Kleiderabgaben (Startnummer 5000 aufwärts) sowie an den Dixi Toiletten.

Es wird immer deutlicher, dass mehr und mehr Teilnehmen die kürzen HM Distanzen in Angriff nehmen. Wahnsinn!
Also Lissy, Heike und Rob dann im Startblock verschwunden sind, habe ich meine Zeit genutzt und habe mir die gefühlten 10 Startschüsse (für jeden HM Startblock)
angeschaut. Es ist einfach toll, die Stimmung, die vielen Läufer, die mit voller Zuversicht auf die Strecke gehen. Leider habe ich meine 3 Halbmarathonis in dem
ganzen Gedränge nicht mehr gesehen…

Als der Start des HM vollzogen war, habe ich mich dann mal auf die Suche nach der Kleiderabgabe für die Startnummer unter 5000 begeben.
Etwas versteck im Hinterhof eines Schwimmbads habe ich sie dann entdeckt.
Toll war, dass es hier kein Gedränge und kein Stress gab. Alles total relaxt, perfekt.
Naja fast, das stille Örtchen noch aufzusuchen dauerte dann doch noch etwas…hier war der Andrang doch größer.

Ich mach mich dann noch auf den Weg in den Zielbereich, um die Zieleinlauf der schnellsten Habmarathonis mitzubekommen.

So dann sollte es aber Wirklich los gehen…. Ich hab mich kurz umgezogen und bin dann mal in Richtung Startbereich gegangen.

Wenn man den HM Start gesehen hat, dann wirkt der Marathon Start wie eine Kleinveranstaltung. Ich laufe mich ein bisschen warm,
quatsch noch mit dem einen oder anderen Mitstreiter und dann kanns endlich auch für mich auf die Strecke gehen … Juhu!!!

Die Streckenführung verläuft vom Start weg Rechts über die  Kennedy-Brücke und verläuft dann Richtung Bonn Beul. Die Strecke ist hier wenig spektakulär, es geht durch
Wohngebiete auf der einen Seite Stadtauswärts und nach einem U-Turn wieder zurück in die Stadt. Wobei man sagen muss, auf dem Rückweg zur Stadt gab es einen
Straßenzug der Party gemacht hat, das freut uns Läufer natürlich. Wobei ja jetzt noch recht frisch sind, ich war dann mal gespannt wie sich das auf der 2. Runde
anlässt.
Zurück in die Stadt geht´s wieder über die Kennedy- Brücke und dann in Richtung Post Tower. Schön, hier verläuft die Strecke am Rhein entlang, was für eine
gelungen Abwechslung sorgt.
Vorbei am Post Tower geht es auf eine lange gerade, die mit einem U-Turn endet und denn über eine ebenso lange gerade zurück Richtung Stadt führt.
Für mein Empfinden was diese der schlimmste Teil der Strecke… Danach ging’s vorbei am Post Tower(andere Seite), dem Bundeskartellamt zurück in die Stadt.

In der Innenstadt angekommen, gab es 2 Abzweigungen, eine ins Ziel für die Halbmarathonis und eine auf die 2. Runde für die Marathonis.
Die 2.Runde ist dann, zumindest für mich, nicht mehr so schön wie beim ersten mal. Die Strecke ist zwar dieselbe, aber anfühlen tut es sich lange nicht mehr
so locker….

Aber durchaus Tapfer kämpfe ich mich durch, auch wenn ich deutlich an Zeit verliere… Der absolute Tiefpunkt kam zw KM 36 und KM 38…..Ich schnappte mir an der letzten
Verpflegungsstelle beim Bundeskartellamt noch ein Wasser und ein Cola und trabe dann Tapfer mit einer kleiner Gruppe, die sich rund um den “Antreiber” gebildet hat in
Richtung Innenstadt und Fußgängerzone.
Angekommen am letzten Zeitmesspunkt läuft es auf einmal wieder, ich kann wieder beschleunigen und überhole in den letzte 500m bis zum Ziel
doch noch einige Läufer und lassen den “Antreiber” irgendwie auf der Strecke zurück….

Fix und Fertig und mit einer Zeit von 4:05 h bin ich im Ziel angekommen. Zwar weit hinter meinem persönlichen Plan, aber ich bin trotzdem Stolz wieder einmal
die 42,195 km geschafft zu haben …..

…. Im Ziel angekommen warteten meine 3 Halbmarathonis bereits ausgeruht und geduscht auf mich.

Auch bei Ihnen gab es Positives zu berichten:
Rob schaffte eine neue Bestzeit von 1:58:52 h
Heike schaffte eine Verbesserung auf 2:26:24 h
und Lissy kam mit eine TOP 2:18:16 h ins Ziel

Dann ging’s zurück ins Hotel Consul, das mit seinem “late Check out” die Möglichkeit bietet, die Zimmer erst um 16 Uhr zu Räumen, was natürlich perfekt war.
Nach einer ausgiebigen Dusche ging es dann zur Pasta Party. Eine Besonderheit in Bonn, hier findet diese als After Run Party statt. Es gab Nudeln und Nachtisch,
sowie eine reichhaltige Getränke Auswahl. Jedem Läufer standen 3 Gutscheine (Wahlweise für Essen und Trinken) zur Verfügung.

Danach ging dann für uns auf den Heimweg.

Fazit: Es war eine gelungene Veranstaltung, ein toller Rahmen und gut Organisiert. Wenn mal also bei einem flachen Stadtmarathon starten möchte und nichts gegen
eine solche Massenveranstaltung hat, kann ich diesen Lauf nur empfehlen.

Links:
Bonn Marathon – Offizielle Seite des Veranstalters
Hotel Consul Bonn

Autor:

Ich bin Andy, seit einigen Jahren ist Trailrunning meiner Leidenschaft. Dabei stehen nicht die Wettkämpfe und Platzierungen im Vordergrund. Mein Traum ist es, Orte auf der ganzen Welt zu erlaufen, je abgelegener desto besser. Das Erlebnis, einen Ort zu Fuß zu erreichen und dabei auch mal die eigenen Grenzen zu verschieben, ist so einmalig, dass ich es niemals wieder missen möchte. Gerne berichte ich euch von diesen Abenteuern und nehme euch mit in die Welt der Trails. "Design your life or your life designs you!"

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