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Bericht Eiger Ultra Trail Helfer-Streckenposten

Läuferbericht aus einer anderen Perspektive

Unsere Heike hat sich ja dieses Jahr zum 2. mal den EigerUltraTrail mit 51 km
vorgenommen, da es letztes Jahr mit dem Finishen nicht geklappt hat musste dieses Jahr ein persönlicher Sieg her….

Ihre Reitfreundin Tina und ich ( Lissy ) begleiteten sie nach Grindelwald.
Nach kurzer Überlegungszeit entschied ich mich als Helfer für einen Streckenposten zu bewerben. Auch Tina war bereit. Wir hatten Glück, die Organisatoren wollten uns haben . Unser Posten war in Grindelwald/Grund direkt beim GlacierHotel 1km vor dem Ziel.

Heike wurde am Sonntag um 6 uhr zum Start geleitet und alle Läufer des 51km Trails vom Start weg angefeuert. Das Wetter: bedeckt, trocken 14° kaum Wind, also ideales Laufwetter.

Nach Frühstück und noch ein wenig relaxen gings für uns Helfer um 9:30 zum Helferpoint. Jeder bakam eine sehr gut bestückte Tüte mit Helfershirt, Essen und Trinken, Knabberzeug, Obst und schriftliche Unterlagen das wir auch für evtl. Notfälle gerüstet waren. Um 10:30 Uhr dann noch einige wichtige Informationen
vor Ort und los gings zu Fuß an unseren Posten.

Wir waren bepackt mit 2 bequemen Campingstühlen, Rucksack und unserer
Helfertüte, alles dabei um 9 Std. an der Strecke auszuhalten. Um 11 Uhr begann
unser Einsatz, da waren die Trailrunner schon 5 std unterwegs.

Nach kurzer heftiger Diskussion mit dem Hotelbesitzer, dem einiges nicht gepasst hat, warscheinlich mit dem linken Fuss zuerst aufgestanden, kam auch schon der Siegläufer von unten vom Ort nach oben gestürmt. Es waren zwar grüne Markierungspfeile auf dem Boden und trotzdem mussten wir die Richtung weisen.
Dieses Jahr musste der letzte km anders gelaufen werden, deshalb war dieser
Streckenposten wichtig . Wir haben gejubelt ihn angefeuert und förmlich zum Sieg geschrieen. Bald kam der nächste und auch die erste Frau war in Sicht. Unser Posten echt super schon aus einiger Entfernung waren die Läufer zu sehen. Und so gings dann am laufenden Band ….

Die Trailrunner waren sehr erfreut über unsere Unterstützung bekamen ja auch aufmunternden Beifall und Worte von uns, wir gaben auch unser Bestes….
vor allem die verletzten nochmals aufbauen und trösten …, gehts noch, es ist ja nur noch 1 km bis ins Ziel …..

… wir wurden auf die Folter gespannt…
wo ist Heike, ich bekam nur eine zeit von Datasport übermittelt, es war so nervig,
nicht zu wissen ob sie noch im Rennen ist …., reicht ihr die Zeit, hoffentlich ist
sie unverletzt….

… endlich …., eine WhatsApp Nachricht von meiner Nichte Vanessa, Heike ist in Burglauen durch, juhu, juhu, geil sie hat nur noch 6 km bis zu uns, sie schafft es und super unterm Zeitlimit …

… ich glaubs nicht, ich seh sie, schau Tina da unten winkt mein Kind mit den
Trailstöcken …., Tina rannte mit einer Ratsche Heike entgegen, nix hielt uns mehr auf den Stühlen, Jubelschreie, klatschen und Freudentränen konnte ich jetzt auch
nicht mehr zurückhalten…
Heike war überglücklich so kurz vorm Ziel zu sein …
Wir umarmten und drückten Sie machten Fotos und feurten sie für ihren letzten km
super toll schreiend klatschend an, wir hätten sie am liebsten ins Ziel getragen.
Heike go,go,go, gib alles du bist die größte, gleich bist ein EigerUltraTrail Finisher, go,go,go… wir sehn uns …..

Viele Läufer mussten auf dem Weg zurück wieder an uns vorbei nach ihrem Finish.
Die Reaktionen waren zum Teil überwältigend. Bedankten sich für das tolle Anfeuern und die richtige Wegweisung für aufmunternde Worte und überhaupt …
Das tat uns auch gut a bissle gelobt zu werden .

Noch ca eine halbe Stunde, dann kamen die Letzten…
auch die bekamen ihren wohlverdienten Beifall, jeder gab hier sein Bestes.
So jetzt durften wir unseren Streckenposten räumen, Schilder und Streckenbänder einsammeln und hoch in den Ort in den Zielbereich …

….. auf dem Weg nach oben, auch müde vom langen warten, sitzen ,stehen klatschen, jubeln kam uns Heike schon entgegen…
überglücklich nam sie unsere Glückwünsche entgegen und präsentierte uns stolz den EigerSiegerStein …

Für Heike war dann duschen angesagt, Tina und ich lösten unsere wohlverdienten
Essen- und Getränkemarken ein, liesen uns die 30 chf auszahlen und dann gings zum Feiern ….

Mein Fazit: als Streckenposten tätig zu sein hat auch etwas…..
aber selber laufen ist noch viel genialer, die Gegend super, könnte mein nächstes
Urlaubsziel sein.

bis bald
eure Lissy

Autor:

Ich bin Andy, seit einigen Jahren ist Trailrunning meiner Leidenschaft. Dabei stehen nicht die Wettkämpfe und Platzierungen im Vordergrund. Mein Traum ist es, Orte auf der ganzen Welt zu erlaufen, je abgelegener desto besser. Das Erlebnis, einen Ort zu Fuß zu erreichen und dabei auch mal die eigenen Grenzen zu verschieben, ist so einmalig, dass ich es niemals wieder missen möchte. Gerne berichte ich euch von diesen Abenteuern und nehme euch mit in die Welt der Trails. "Design your life or your life designs you!"