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24-Stunden-Lauf in Uhingen

Nachdem Heike uns Anfang/Mitte des Jahres gefragt hat, ob wir Lust hätten anstatt in Stuttgart, wie die vergangenen Jahre, in Uhingen beim 24-Stunden-Lauf zu starten, war der 26. September auch schon gekommen.

Leider gab es im Vorfeld ein paar kurzfristige, krankheitsbedingte Absagen, zu denen auch ich (Vanessa) gehört habe und so musste das Team der 82erBank den Lauf mit nur 3 Läuferinnen beginnen. Die anderen Mannschaften waren alle fast vollzählig, also zu zehnt, auf der Strecke.

 

Als ich am Uditorium in Uhingen ankam, hat Heike bereits unser Pavillon aufgebaut und Lissy und Alice waren auch schon da.

Heike musste, als Team-Chefin der 82erBank, noch zu einer kurzen Vorbesprechung zu den Organisatoren und dann war der Startschuss um 16.00 Uhr bereits gefallen.

Unsere Taktik war am Anfang alle 30 Minuten zu wechseln, was auch super funktioniert hat.

Die anderen Mannschaften haben meist jede Runde gewechselt und alle sind die 632m abgemessene Rundstrecke im Stadtkern gesprintet und waren nach einer Runde außer Atem.

Bei 3 Läuferinnen kann das natürlich nicht funktionieren.

Aber auch unsere Taktik hat erste Erfolge gezeigt: Alice, Lissy und Heike haben von Anfang an die Tabelle der Einzelwertung der Damen angeführt.

Gegen Abend traf auch die männliche Unterstützung, Alex, der am Morgen noch einen anderen Lauf absolvierte, und Rob, ein und haben die bisherigen Läuferinnen kräftig unterstützt.

 

Nachdem ich fast 7 Stunden klatschend und, hoffentlich, unterstützend an der Strecke verbracht habe, war ich gezwungen, da ich am Sonntagmorgen arbeiten musste, gegen 22.00 Uhr den Heimweg anzutreten. Über Nacht habe ich mich aber selbstverständlich auf dem aktuellen Stand gehalten.

Um ca. 10.30 Uhr war ich am Sonntagmorgen aber wieder da.

Und es haben doch Neuigkeiten auf mich gewartet, mit denen niemand so richtig gerechnet hat:

Alice und Heike waren immer noch auf Platz 1 und 2 der Damen-Einzelwertung.
Lissy konnte leider nicht weiterlaufen, da der links-verlaufende Rundkurs ihr Knie stark beanspruchte.
(Allgemein waren am Sonntag sehr viele Läufer am linken Knie getaped oder bandagiert.)

Und dann der „Ober-Knaller“:

Rob hat sich, obwohl er erst einige Stunden nach dem Start in den Lauf eingestiegen ist, auf Platz 2 der Herren eingereiht, nur 2 Runden hinter dem bis dahin Erstplatzierten.

 

Außerdem sind auch noch 3 neue Läuferinnen gekommen: Petra, die am Samstag ebenfalls bei einer anderen Laufveranstaltung teilnahm, Rita und Ortrun.

Also ging es mit 7 Läufern den letzten Stunden entgegen.

Meine Aufgabe bestand wieder hauptsächlich darin, die Läufer lauthals anzufeuern, schöne Bilder aufzunehmen und nach deren gelaufenen Runden die Getränke und Jacken zu reichen und die Zwischenergebnisse mitzuteilen, was absolut in Ordnung war und mich gefreut, hat das ich wenigstens ein wenig helfen konnte, wenn auch nicht im läuferischen Sinne.

Von der anfänglichen Taktik war nicht mehr viel übrig.

Die Damen sind meist mehrere Runden gelaufen, Alex und Rob haben sich mit schnellen Zwischenrunden eingebracht und abgewechselt.

Als alle voll in ihrem Element waren, fiel auf, dass Alice steil auf die 100 Runden zugeht und Heike ihr, mit ihrem bisherigen 2. Platz, super den Rücken freihalten kann.

Außerdem bestand immer noch die Chance, dass Rob auf Platz 1 der Männer kommen könnte.

Der Ehrgeiz hat uns gepackt und so wurde bei uns taktiert was das Zeug hält, was wir zu Beginn, bei so einem locker, spaßigen Lauf, nicht gedacht hätten und es den anderen überlassen haben.

Zwischendurch war im Festzelt, das direkt an der Strecke positioniert war, gewöhnungsbedürftige Musik angesagt, über die wir uns mit einigen Späßen köstlich amüsiert haben.

Als dann gegen Ende Heike vom Streckenmoderator interviewt wurde, müsste auch dem letzten aufgefallen sein, dass wir definitiv zu beachten sind. Wir haben so laut gegrölt, gejubelt und Radau gemacht, wie wir nur konnten und haben uns im Laufe dieser 24 Stunden vom „Team mit dem komischen Namen“, das nur belächelt wurde, zum „sympathischen Lieblingsteam“ (Zitat) gearbeitet, was uns natürlich sehr gefreut hat.

Auf den letzten Runden hat nochmal jeder alles gegeben, Alice hat gegen den erstplatzierten Mann um die meist gelaufenen Runden gefightet und die anderen waren damit beschäftigt, ihre eigenen Platzierungen zu halten und natürlich sich gegenseitig zu unterstützen.

Ich konnte mich dann langsam auf den Weg Richtung „Ehrungsplatz“ machen, um eine gute Position für’s fotografieren zu ergattern, als dann auch schon um 16.00 Uhr der Pistolenschuss fiel, der das Ende einläutete.

Alle Läufer haben dann auf der Ehrenrunde ihre verdiente Anerkennung erhalten und konnten sich auf der Geraden vor der Wechselzone zur Ehrung einfinden.

 

Als erstes wurde die 82erBank aufgerufen, die den 15. Platz belegt hat.

Ich gab im Publikum in Form von lauten Rufen und Applaus alles, womit ich einige komische Blicke kassierte, was mir vollkommen egal war.

Ja, unsere Läufer haben in der Gesamtwertung den letzten Platz belegt, ABER:

Alice hat mit einer super  Leistung von 100 Runden den 1. Platz der Frauen erzielt

Heike konnte über die 24 Stunden ihren 2. Platz verteidigen

Rob hat nach einem harten Kampf Platz 2 der Männer erreicht
Alex konnte in der Einzelwertung den 9. Platz holen
Lissy hat es bei der Damenwertung auf Platz 24 geschafft, obwohl sie sonntags nicht laufen konnte.

 

Und mal abgesehen von der Gesamtwertung, haben wir den anderen gezeigt, was es heißt ein Team zu sein. Es hat sich jeder gegenseitig unterstützt, obwohl wir uns vorher gar nicht alle kannten, haben am Streckenrand für den aktuell Laufenden alles gegeben und was uns deutlich aufgefallen ist, haben wir den Spaß an der Sache nicht vergessen bzw. verloren und nur so konnten diese oberhammer guten Leistungen erzielt werden, auf die jeder einzelne von euch super stolz sein kann.

 

Nachdem die Siegerehrung mit einigen Spendenübergaben zu Ende war und es leider keine „Einzelergebnis-Wertung“ gab, haben wir unsere Sachen gepackt, das Pavillon geschnappt und uns langsam Richtung Auto bewegt. Mit der Idee noch einen „After-Run“ zu machen in naher Zukunft verabschiedeten wir uns. Einige haben noch das Angebot des Veranstalters über ein Abendessen wahrgenommen.

Allgemein muss man sich bei den Veranstaltern bedanken, dass die komplette Verzehrung bereitgestellt, das Uditorium für „Nicht-Team-Angehörige“ gesperrt und bewacht wurde und es an sich gut organisiert war.

Das einzige Manko war, dass am Sonntag gleichzeitig Volksfest/verkaufsoffener Sonntag stattfand  und die Läufer auf der einen Seite viele Zuschauer hatten aber gleichzeitig auf dem Gelände zu viel Trubel war, wenn man nicht gelaufen ist.

Trotzdem würden wir nächstes Jahr gerne wieder kommen.

 

Lange Rede, kurzer Sinn:

Abschließend kann ich nur noch sagen, dass ich sehr froh bin, dass ich, auch ohne zu laufen, bei euch dabei sein konnte und dass wir ein mega schönes Wochenende zusammen hatten, was zumindest mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Danke dafür :)

Und jetzt: JUBEL! ;D

geschrieben von Vanessa

Siegerehrung__ Siegerehrung_ Rob___ Petra__ Petra Lissy___ Lissy__ Interview___ Interview Heike Ehrenrunde_ Alice__ Alice Alex__ Alex Panzer-82erBank eV Abschlussfoto__

 

Autor:

Ich bin Andy, seit einigen Jahren ist Trailrunning meiner Leidenschaft. Dabei stehen nicht die Wettkämpfe und Platzierungen im Vordergrund. Mein Traum ist es, Orte auf der ganzen Welt zu erlaufen, je abgelegener desto besser. Das Erlebnis, einen Ort zu Fuß zu erreichen und dabei auch mal die eigenen Grenzen zu verschieben, ist so einmalig, dass ich es niemals wieder missen möchte. Gerne berichte ich euch von diesen Abenteuern und nehme euch mit in die Welt der Trails. "Design your life or your life designs you!"